Das Institut

Das Institut für Papierrestaurierung Schloss Schönbrunn (IPR) wurde 1995 gegründet. Unser Institut ist eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts aus sechs spezialisierten PapierrestauratorInnen, die der Überzeugung sind, die Aufgaben im Team effizienter bewältigen zu können. Als Österreichs größte private Restaurierwerkstatt sind wir derzeit die einzigen, die Aufträge aus allen Bereichen der Papierrestaurierung übernehmen können.

v.l.n.r.: Mag. Sascha Höchtl, Peter Zehetmayer, Mag. Markus Krön (vorm. Klasz), Prof. Mag. Karin K. Troschke, Mag. Andreas Gruber, Mag. Doris Hess


EU Projekt DAGUERREOBASE

Die Vielfalt der an Papierobjekten auftretenden Schäden und ihre restauratorische und konservatorische Behandlung erfordert eine speziell eingerichtete Werkstatt. So wurde im Herbst 1995 mit den Renovierungs- und Umbauarbeiten der neuen Atelierräume über der Orangerie begonnen. Die offizielle Eröffnung des IPR‘sS fand im April 1996 statt.

Im Jahr darauf wurde das Institut um zwei Räume für Buch- und Fotorestaurierung und um zwei Spezialisten in diesen beiden Fachrichtungen erweitert.

Die schönen und geschichtsträchtigen Atelierräume befinden sich im Finsteren Gang der Orangerie im Schloss Schönbrunn. Die zuletzt hinzugekommenen zwei Räume sind bis zu ihrer Eingliederung ins IPR von der letzten „Brunnenfrau“ bewohnt worden.

Nur wenige wissen, dass der Name des Schlosses auf den schönen Brunnen zurückgeht, der sich im Schlosspark befindet. Kaiser Matthias soll diese Quelle, aus der sehr gutes Wasser sprudelt, bei einer Jagd entdeckt haben. Der Brunnen wird heute von einer Marmorskulptur, einer Darstellung der Nymphe Egeria, geschmückt, aus deren Urne das Wasser in eine Muschel fließt. Es war das Trinkwasser Kaisers Franz Josefs und Kaiserin Elisabeths, das sie sich auch in die Hofburg bringen ließen und auf Reisen - bis nach Jerusalem - mitnahmen. Bis in unsere Tage haben die Hietzinger Wasser vom Schönen Brunnen für ihren Tee geholt oder sich bei einem Spaziergang durch den Park mit einem Becher voll von der Brunnenfrau laben lassen, deren Aufgabe es war, den Brunnen sauber zu halten und darauf zu achten, dass das kostbare Wasser nicht vergeudet wurde.